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Frechdacs

handfester Haudacs

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Samstag, 22. August 2020, 01:12

Du durch die Dekaden

Mittlerweile bin ich in meinem 5. Jahrzehnt und hin und wieder denke ich über meine Erlebnisse und meinen Spaß in den unterschiedlichen Lebensabschnitten nach und irgendwie habe ich den Eindruck, dass ich nicht besonders viel Genuss gehabt habe. Es erscheint mir, dass ich teilweise zu zielorientiert war.

Geht's euch auch so, oder bin ich vielleicht zu dramatisch?

Christian

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Samstag, 22. August 2020, 02:12

irgendwie habe ich den Eindruck, dass ich nicht besonders viel Genuss gehabt habe

Geht's euch auch so, oder bin ich vielleicht zu dramatisch?

Das ist ein interessantes Thema, über das ich wohl länger nachdenken muss, als ich um diese Uhrzeit dazu in der Lage bin.

So ganz spontan fällt mir nur auf, dass mir als Erstes jeweils Negatives aus den einzelnen Jahrzehnten einfällt, obwohl ich genau weiß, dass es auch Positives gab. Geht das anderen auch so?

Ich werde dazu genauer in mich gehen und meine Gedanken hier niederschreiben, wenn es ein besserer Zeitpunkt dazu ist, als wenn mein Bett nach mir ruft.
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Frechdacs

handfester Haudacs

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Samstag, 22. August 2020, 13:18

So ganz spontan fällt mir nur auf, dass mir als Erstes jeweils Negatives aus den einzelnen Jahrzehnten einfällt, obwohl ich genau weiß, dass es auch Positives gab. Geht das anderen auch so?

Erst einmal, Danke für diesen Kommentar. Denn ich hatte schon befürchtet, dass ich in dieser Beziehung ein negativer Mensch wäre, denn ich könnte spontan und ohne langes Überlegen die Top 10 Liste der persönlichen Disaster für jede einzelne Dekade aufzählen, während ich bei den positiven Dingen etwas intensiver nachdenken müsste.

Bleibt, das Negative eher in Erinnerung, weil wir entweder eine Lehre daraus gezogen haben oder weil wir mit dem Thema immer noch nicht wirklich abgeschlossen haben?

Gegenwärtig binge ich die komplette Serie: Derrick. Also von 1974 bis 1998(?). Und dies ist wahnsinnig interessant, da ich 1969 geboren wurde und diese in gewisser Weise auch eine Reise in meine Lebensvergangenheit darstellt. So freute ich mich bspw. unheimlich, als die ersten Tastentelefone zu sehen waren und ich stolz zu meinem Mann sagte, dass mein erstes eigenes Telefon in der eigenen Wohnung ein blaues war. - Für ihn war diese Information total uninteressant, während es für mich ein echtes Highlight in dieser Episode darstellte.

Mittlerweile bin ich im Jahr 1989 angekommen. Und es ist tatsächlich so, dass plötzlich positive Erlebnisse bei mir wachgerufen werden. Irgendwelche Schattengestalten sind in einer Disco - und plötzlich denke ich an Disconächte, die ich schon vergessen hatte, die richtig gut waren.

Horst

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Samstag, 22. August 2020, 13:41

Hallo,

spontan fällt mir ein, dass ich sehr lange um eine lebenswerte Form meiner unterschiedlichen Wünsche gerungen habe. Das war in der Vergangenheit schwieriger als heute.
Auf mich wirkt es heute wie eine abgeschlossene Aufgabe mit überraschenden Konsequenzen.

Zu sehr irgendetwas empfand ich das nicht. Alles scheint mir heute notwendig zu dem Zeitpunkt als es passierte.

Horst
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Nachtmensch

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Samstag, 22. August 2020, 19:37

Ich habe die Zeit meiner Jugend und als Junger Erwachsener in sehr guter Erinnerung. Die letzten Jahre der 1980er bis zum Milleniumswechsel habe ich als eine Periode großer individueller Freiheit und Befreiung erlebt, als Epoche des Fortschritts pädagogisch, politisch, kulturell und technisch.

Damals erschien es mir selbstverständlich, dass Progressivität nicht zwangsläufig mit Repression und Selbstkasteiung einher gehen muss. Progressiv und liberal ging unter den gleichen Hut.

Meiner Ansicht nach endete diese Ära der Offenheit und Freiheit am 11.9.2001, als die freiheitliche westliche Demokratie nach den Anschlägen lieber mal eben spektakulär Selbstmord beging, anstatt für ihre Werte zu kämpfen.

Und somit das Zeitalter der Aufklärung so ziemlich genau nach 300 Jahren beendet wurde. So gesehen kann man wohl sagen: Terrorists win.
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Christian

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Sonntag, 23. August 2020, 01:49

Erst einmal, Danke für diesen Kommentar. Denn ich hatte schon befürchtet, dass ich in dieser Beziehung ein negativer Mensch wäre, denn ich könnte spontan und ohne langes Überlegen die Top 10 Liste der persönlichen Disaster für jede einzelne Dekade aufzählen, während ich bei den positiven Dingen etwas intensiver nachdenken müsste.

Vielleicht sind wir auch BEIDE so negative Menschen, die sich schwer tun, Positives in Erinnerung zu behalten. :gruebel:

Ich wollte an dieser Stelle einen Rückblick auf Negatives und Positives aus meinen Dekaden vornehmen.... in diesem entwickelten sich aber Dinge, die mir zu persönlich sind, als sie hier zu teilen. Dieser Rückblick wird daher ein anderes Plätzchen im Forum bekommen. :)

Eines kann ich aber verraten.... es kamen doch sehr viel mehr positive Erinnerungen auf, als ich es zuvor gedacht hätte. Es ist also nicht immer alles so schlecht, wie es auf dem ersten Blick scheint.
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Sonntag, 23. August 2020, 10:56

Vielen Dank für dieses interessante Thema, liebe Frechdacs! :)
Ich habe in letzter Zeit häufiger über mein Leben nachgedacht und auch mit meiner Mutter viel über meine Kindheit und Jugend gesprochen. Ich hatte in Bezug auf die ersten 2 Dekaden viele negative Erlebnisse in Erinnerung. Ich denke, das liegt daran, dass in der Zeit Dinge passiert sind, die ich als traumatisch erlebt habe. Diese haben dann ganz viel anderes überstrahlt. Dadurch sind die postiven Dinge innerlich in den Hintergrund getreten. Mittlerweile sind mir viele positive Dinge wieder in Erinnerung gekommen, sodass ich diese Zeit jetzt anders sehe. Mir ist vor allem aufgefallen, dass ich in der Zeit der Trennung meiner Eltern mehr helfende Menschen um mich herum hatte, als ich bisher gedacht hatte.
Bei mir fing der größte Genuss im Alter von ca 50 Jahren an. Da hat sich mein Leben stark gewandelt. Ich habe mich von meinem ersten Mann getrennt, bin in die Stadt gezogen, habe nochmal geheiratet und erlebe alleine durch die Beziehung, in der ich glücklich bin, viele genussvolle Momente.
Jeder Jeck ist anders.

Frechdacs

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Sonntag, 23. August 2020, 21:51

Ich denke, das liegt daran, dass in der Zeit Dinge passiert sind, die ich als traumatisch erlebt habe. Diese haben dann ganz viel anderes überstrahlt

Diese beide Sätze finde ich sehr prägnant, da sie auch auf mich zu treffen. Und irgendwie kommt auch noch hinzu, dass eine Dekade unterschiedlich lang empfunden wird. Die erste, also die 70iger erschienen sehr lang, die 80iger nahezu unendlich, die 90iger waren geprägt von einem sehr großen traumatischen Erlebnis, dass alles weitere für lange Zeit überschattete. Und der Rest sind permanente Achterbahnfahrten gewesen. - Sarkastisch betrachtet war mein Leben ein einziger Vergnügungspark. Dummerweise stand meine Achterbahn in "The Haunted Mansion". :kicher: In den 10ern (oder wie man sie nennt) also während meinen vierzigern, hatte ich den Eindruck, dass diese die kürzte aller Dekaden war.

Lucky

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Montag, 24. August 2020, 10:20

Mir geht es da wie so anderen auch... Ich sehe auch sehr viel Negatives, aber je genau er man schaut um so mehr auch positive Dinge kommen zum Vorschein.

Meine ersten 20 Jahre waren flüchtig gesehen ein Trauma pur... Aber ich habe mir eben auch positive Momente geschaffen, die mir die Kraft gaben durch zu halten. In den 10 Jahren danach war ich zwar Frei, aber doch irgendwie nicht Frei. Einerseits hing ich in meiner Vergangenheit fest, andererseits hatte ich mir das nächste Übel angelacht. An diese Zeit erinnere ich mich nur schlecht und ungern. IN der Dekade machte ich auch meine 2 größten Fehler in Meinem Leben. Einen davon "korrigierte ich am Ende der Dekade, der andere war der Auslöser für die "Korrektur" (heute entpuppt sich dieser "Fehler" als Bereicherung in meinem Leben). Was dort positiv zu werten wäre, dass ich in der Zeit so einige Ecken Deutschlands kennenlernen durfte. In der 4ten Dekade hatte hatte ich mit meinem Ex-Mann und vor allem mit seiner Neuen Partnerin so etliche Kämpfe zu schlagen, was mir extrem viel Kraft kostete, aber zum glück musste ich diese Kämpfe nicht allein ausfechte, denn gleich am Anfang dieser Dekade lernte ich meinen späteren Göttergatten kennen. Seit beginn meiner 5ten Dekade geht es eigentlich nur noch bergauf. klar stufe ich die Erfahrung mit Chris Krankheit, die ich letztes Jahr machen muss, als negative Erfahrung ein. Aber dafür Dominieren in dieser Dekade aus meiner Sicht ganz klar die Positiven Dinge. Wenn mich jemand fragt, würde ich immer sagen: ab 40 habe ich begonnen wirklich zu leben.
Wann bekomme ich jetzt eigentlich die ganzen Cookies, die ich ständig akzeptiere???

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Dienstag, 25. August 2020, 19:56

Ich ziehe auch immer mal Bilanz und die Jahre, die zurück liegen, machen uns ja auch aus. Auch Grübeln über die Zukunft gehört dazu. Aber wichtig für die seelische Gesundheit ist auch eine große Portion Achtsamkeit und einfach in der Gegenwart sein. Daran übe ich mich gerade viel mehr. :)
Am Grunde der Seele, da lebt mein Verlangen
Mich ganz hinzugeben an mein eig'nes Herz
Durch Liebe geläutert, zur Demut gefunden
Öffne ich mich tiefer für das, was ich wirklich bin

Bleibt gesund :arms:

Horst

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Dienstag, 25. August 2020, 23:30

Hallo,

Ich war immer der Ansicht:
Die Zukunft kann nur besser werden als die Vergangenheit.

Bisher war sie das auch.

Horst
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Lilli

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Mittwoch, 26. August 2020, 08:59

Mir geht es offenbar ganz anders, als den meisten hier. Klar habe ich auch sehr viel Mist und Traumatisches erlebt. Aber wenn ich zurück denke, denke ich nicht zuerst daran. Ich muss eigentlich richtig überlegen.
Es gab auch in jeder Dekade Wunderbares und ich habe die Möglichkeit gehabt, es für mich irgendwie passend einzurichten. Okay, nicht alles optimal, aber so dass immer was Positives vom Laster fiel.
Zwei Wörtchen öffnen dir im Leben jede Tür. Sie heißen ziehen und drücken!

Frechdacs

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Mittwoch, 26. August 2020, 09:27

In den letzten Monaten hatte ich richtig Zeit mit mir zu arbeiten. Das beste was mir passieren konnte war, dass ich Zuhause bleiben musste und nicht mehr ins Büro könnte. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich die Möglichkeit, dass ich mich bewusst aus Situation herausnehmen könnte. Also, wenn ich mich Mal wieder aufgeregt hatte, dann ging ich vom Schreibtisch weg, spülte oder hing Wäsche auf. Und dadurch kam ich mental zur Ruhe. Schaffte es die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und meine Antwort entsprechend zu formulieren.
Und ich merkte auch, dass alle Arbeitsverhältnisse durch die die Dekaden immer von mir als Ausbeuterisch empfunden wurden. Was daran lag, dass ich immer mehr gab als nötig war und entsprechend weniger zurückerhielt. Und dies machte mich sehr unglücklich und gab mir natürlich den Eindruck, dass ich das Pech anziehe. Ich Begriff nicht, dass ich der Teil der selbsterfüllenden Prophezeiung war.
Erst nach dem ich es schaffte meine Sichtweise und Einstellung zu ändern, geht's besser. Hier halfen mir YouTube Videos von psych2go und der crappy childhood fairy.
Und durch mein Derrick Marathon sehe ich meine Zeit in jener Dekade auch anders. Ich denke nicht mehr an die schlechten Dinge, sondern plötzlich fällt mir ein, dass ich gern dieses oder jenes tat.

D'Artagnan

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Mittwoch, 26. August 2020, 20:35

Nundenn versuche ich mich auch mal, mich durch meine Dekaden zu schreiben; ich finde die Idee zu dem Thread sehr schön.
Meine erste Dekade…war geprägt durch eine ziemlich stinknormale Kindheit, wenn man davon absieht, dass ich als Nachkömmling (10 und 14 Jahre nach meinen Geschwistern) geboren wurde. Leide habe ich es verpasst, meine Eltern zu fragen ob ich geplant war, oder ein Unfall bin. Ich habe meine Grundschulzeit unspektakulär überlebt, und bin dann aufs Gymnasium gewechselt.
Die zweite Dekade war zunächst geprägt von Freiheitsdrang. Vasco da Gama, Kolumbus und Magellan waren meine Helden, Freibeuter oder Weltentdecker wollte ich werden, in der Pubertät wurden diese Träume von dem Realismus des Tom Sawyer oder Oliver Twist abgelöst. Tom Sawyr war auch meine erste Berührung mit Spanking ohne den Begriff damals zu kennen.Weiterhin war diese Dekade geprägt von der, mit der Leukämie verbundenen Schwäche meines Vaters, seines Todes, meiner Mitgliedschaft in der Clique meines Sport (Tischtennis) -vereins den ersten Berührungen mit Alkohol und dem weiblichen Geschlecht. Mit der Krankheit meines Vaters ( Frührente) gewann ich das Bewusstsein, kein Geld zum Studieren zu haben und wechselte auf die Realschule, und begann danach meine Ausbildung im Bergbau, weil dort die besten Löhne gezahlt wurden.Gegen de des zweiten Jahrzehnts lernte ich Sie kennen.
In der dritten Dekade machte ich alles was man(n) tun muss… Frau finden, heiraten, Haus bauen, Baum pflanzen, Kinder zeugen, währenddessen noch abnabeln von der Mutter die in mir den Vaterersatz suchte und dadurch meine Bindungsangst prägte. Auf dem zweiten Bildungsweg machte ich, neben dem Ausfüllen meiner Vaterrolle meine Hochschulreife und absolvierte mein Studium zum Bauingenieur.
Die vierte Dekade kam und ging, ich stand auf, atmete ein, atmete aus, ging schlafen….dazwischen zur Arbeit und ein paar unbeantwortete Fragen nach dem Sinn.
Die fünfte war eine der prägendsten. Ich ergab mich meiner Bindungsangst, verließ Frau und Kinder und ging weg von zu Hause. Ich lebte meine Sexualität aus, verliebte mich bis zur Bereitschaft meine Ehe aufs Spiel zu setzen, erkannte die Wichtigkeit meiner Frau die um mich kämpfte und kam zurück zu iihr. Im Bezug aus Spanking mutierte ich von passiv zu aktiv, und durchlebte eine dreijährige, sehr intensive D/s Zweitbeziehung von der ich heute noch nicht weise ob ich sie gutheissen oder missen möchte. Auch der Alkohol bestimmte in dieser Phase mein Leben und forderte seinen Tribut.
Jetzt bin ich in der … ohGott... sechsten Dekade angekommen. Auch im Leben spüre ich ein Angekommenen. Ich bin mir der Wichtigkeit der Liebe meiner Partnerin gewiss, liebe sei nich minder. Ich habe eine ziemlich beste Freundin in einer sehr phantasievollen und erfüllenden Spielbeziehung, und empfinde ein Angekommenen, welches mich sehr zufrieden macht. Ich habe diese Zeilen ziemlich schnell geschrieben und könnte mit meinen vielen Gedanken sicher Seiten füllen, bitte Schreibfehler zu entschuldigen und komme nun zum Ende.
Mehr,nicht nur über Spanking unter www.vanillaandspicy.blogspot.com

die_cobra

Fortgeschrittener

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Mittwoch, 11. November 2020, 19:31

Ich mache das nicht an Dekaden fest. - Es sind einfach meistens Abschnitte, die beruflicher, oder noch besser privater Art sind. - Die Beziehungszeit zu x - und zu Y. Die Stammtischzeit in Köln in der 7, oder später im Kü in Koblenz. Das sind so die verschiedenen Parameter der Erinnerung.

Und dann gibt es ja Facebook. - GAnz ganz spät eingestiegen, - aber dort werden einem immer diese "Do you Remember" eingeblendet. Vor 5 Jahren oder 3 . - Da sieht man es dann auch wieder wie die Zeit vergeht.

Aber ich schaue ohne Reue auf jeden Abschnitt zurück. -
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz

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