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Freches Mädel

bedürftig nach Zuwendung und Geborgenheit

  • »Freches Mädel« ist weiblich

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21

Sonntag, 16. Juni 2019, 02:10

Ich habe nie einen Führerschein gemacht. Früher brauchte ich Keinen, weil, ich, wo ich wohnte, gute öffentliche Verkehrsmittel vorfand. Seit einigen Jahren hege ich in Phasen, wo es mir gut geht, den Wunsch, ihn zu machen, bin mir aber sicher, dass ich psychisch nicht in der Lage zum Autofahren bin. Außerdem nehme ich Medikamente ein, mit Denen man nicht fahren darf. Somit bin ich, wo ich lebe, von Anderen abhängig, was Termine und Einkäufe betrifft, was nicht gut ist, aber man kann eben nicht Alles haben.
"Tu, was du für richtig hältst. Es wird immer Jemanden geben, der anders darüber denkt"
(Michelle Obama)

Fact_II

Kuschel Dom

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22

Sonntag, 16. Juni 2019, 03:45

Als ich 2009 nach Düsseldorf zog plante ich das Auto ab zu schaffen. Zum einen aus Finanziellen Gründen, zum anderen in der Hoffnung dann mehr Bewegung zu bekommen. Nach dem 2ten Umzug innerhalb von Düsseldorf ging es dann allerdings ganz schnell, da mein damaliges Auto plötzlich nicht mehr anspringen wollte. Damit war ich vom ein auf den anderen Tag auf den ÖPNV angewiesen. Zwischendurch hab ich mir zum einkaufen ab und zu mal ein Auto geliehen, weil das dann doch einfacher ist.

Vor gut einem Jahr hab ich mir dann wieder ein Auto angeschafft weil der ÖPNV hier auf dem Land doch eher mager ist. Die ersten Fahrten waren dann doch etwas ungewohnt, vor allem weil die Leihwagen Automatik hatten und ich jetzt wieder Schalten musste. Aber alles in allem war das wie Fahrrad fahren: man verlernt es nicht, man braucht nur ein paar Tage um wieder komplett rein zu finden.

Ich weis nicht was passiert ist, ich hoffe das du aber schnell wieder ans Steuer kannst.

cu Frank
Wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten.

Adara

Matzes Katze - Immer lieb... von 24 bis 0 Uhr

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23

Sonntag, 16. Juni 2019, 17:39

Oh, bei einem Jahr haben sie dir aber echt ne lange Zeitspanne aufgedrückt. Kenne da wie gesagt eher die Variante von 3 Monaten. Aber vielleicht lieber etwas zu vorsichtig und wer weiß, wofür es gut ist. Lucky wird sicher Profikurzstreckenfahrerin :arms:
Am Grunde der Seele, da lebt mein Verlangen
Mich ganz hinzugeben an mein eig'nes Herz
Durch Liebe geläutert, zur Demut gefunden
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rinchen

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24

Sonntag, 16. Juni 2019, 22:04

Ich hab meinen Lappen 2008 gemacht, bin dann jahrelang nicht gefahren, aufgrund schlechter Erfahrungen (meine Mum hat damals die Handbremse angezogen, als ich am Berg angefahren bin). Seit 2014 hab ich ein Auto und seit 2016 muss ich es fahren. Allerdings fahre ich nur Strecken, die ich kenne. Autobahn ist nicht meins, habe da ziemlich Respekt/Angst vor... obwohl das bescheuert ist.

Im übrigen komme ich super mit Bahn und Bus klar, als Studentin habe ich mein Ticket immer genutzt, mit m Auto wäre es zwar kürzer aber teurer gewesen überall hinzudüsen
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Christian

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25

Sonntag, 16. Juni 2019, 22:40

Im übrigen komme ich super mit Bahn und Bus klar, als Studentin habe ich mein Ticket immer genutzt, mit m Auto wäre es zwar kürzer aber teurer gewesen überall hinzudüsen

Na ja, wenn man mal die "Nebenkosten" wie Versicherung, Steuern und Verschleiß ausklammert und nur noch den Benzinkosten ausgeht, brauche ich in der Regel maximal 60,- € im Monat..... ein Monatsticket kostet (als Firmenticket) im günstigsten Fall 62,19 EUR.... in meinem Fall aber wohl eher 62,89 EUR (muss ich noch klären, ob die Firma das überhaupt anbietet) und man kann nicht immer spontan einfach irgendwo hinfahren, sondern muss erst mal den entsprechenden Weg finden, vielleicht mehrmals umsteigen und ist an Fahrpläne gebunden (sofern diese eingehalten werden).

Ganz so rosig sehe ich das mit dem "Öffeln" daher noch nicht...... aber ich versuche, mich damit anzufreunden.
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rinchen

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26

Montag, 17. Juni 2019, 07:14

@Christian: also bei mir würde es sich lohnen, wenn ich noch nen Ticket hätte und nicht am adW wohnen und am adW arbeiten würde, da 16km zur Arbeit hin und 16 zurück. Zur Uni waren es damals gut 25 eine Strecke. Macht bei 5 Tagen 160/ 250Km pro Woche. Dazu lag der Spritpreis von Super damals bei 1.50 pro Liter. Steuern und Versicherung in Kombi pro Jahr bei um die 1000 (weil Vollkasko etc) und monatlich 1000Km fahren bei nem Verbrauch von ca 7.0l /100km also ca 70L Tankfüllung pro Monat a1.50 macht ca 105€ <- bei nem Verdienst von maximal 450 Euro ziemlich Sinnfrei. Das Studententicket war eh mit drin und galt für ganz NRW. Auch jetzt wäge ich es ab. Fahre ich Zug und zahle für eine Strecke 5Euro oder fahre ich Auto oder nimmt mich meine Schwester am Wochenende auf ihrem Ticket mit ;)

Wenn ich bspw nach Hessen fahre, dann mit dem Zug. Hab mir wieder ne Bahncard organisiert
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miri

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27

Montag, 17. Juni 2019, 07:47

nur das benzin zu rechnen, ist aber auch wirklich milchmädchenmäßig... ;)

mein arbeitgeber zahlt 35 cent/km. das macht er sicher nicht aus gutmütigkeit...
Ab hier bitte lächeln :)

ottilie

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28

Montag, 17. Juni 2019, 09:34

Meine Schwester darf aus gesundheitlichen Gründen kein Auto mehr fahren bzw. traut es sich auch nicht zu. Hat aber viele Arzt- und Therapietermine, die nicht mals so einfach per ÖPNV zu bewältigen sind. Daher ist es ein ziemlicher Organisationsaufwand, das zu organisieren, aber meistens klappt das irgendwie.

Für mich wäre es eine mittlere Katastrophe ohne Auto / Führerschein, denn dann könnte ich nicht mehr (so) arbeiten. Ein Kollege, der für ein Jahr seinen Führerschein abgeben musste, wurde versetzt für die Zeit.
Ein Lächeln ist ein Licht im Fenster der Seele,
ein Zeichen dafür, dass das Herz zu Hause ist.

Christian

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29

Montag, 17. Juni 2019, 10:13

@rinchen - Ja, in deinem Fall verstehe ich, dass es sich lohnt, NICHT mit dem Auto zu fahren. Wäre bei mir auch so, wenn ich einen längeren Arbeitsweg als 2,5 km hätte.

nur das benzin zu rechnen, ist aber auch wirklich milchmädchenmäßig...

Es sind halt die Kosten, die meinen Geldbeutel jeden Monat treffen und nicht (viertel-)jährlich. Inklusive ALLER Kosten mag Bus und Bahn dann doch etwas günstiger sein.... bleibt aber immer noch die eingeschränkte Flexibilität und in vielen Fällen größerer Zeitaufwand plus Frust über Verspätungen oder Ausfälle.
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miri

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30

Montag, 17. Juni 2019, 13:04

bei 2,5 km gibt es ja eigentlich sowieso keine bessere alternative als das fahrrad, und da man sich nach kurzer zeit neue dinge angewöhnt hat, bleibt man dann auch einfach dabei ;) :kaffee:
Ab hier bitte lächeln :)

Christian

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31

Montag, 17. Juni 2019, 14:00

Ich scheue mich auch nicht, das Fahrrad zu nehmen..... bisher allerdings nicht bei Regen oder in den Wintermonaten. Da muss ich mir noch überlegen, ob das auch geht oder ich da lieber den Bus nehme.
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Badguy

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32

Montag, 17. Juni 2019, 14:10

Mal ne vlt blöde Frage:

Falls man dir das Führen von Kraftfahrzeugen aus gesundheitlichen Gründen verboten hat, kannst du dann trotzdem mit dem Fahrrad am Strassenverkehr teilnehmen? Ich meine, so rein aus versicherungstechnischen Gesichtspunkten gehst du da ggf. ein Risiko ein.
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Christian

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33

Montag, 17. Juni 2019, 14:24

Ein Risiko bliebe sicher auch beim Radfahren.... im Gegensatz zum Autofahren aber dann in erster Linie für mich selbst. Ganz sicher wäre entweder ÖPNV oder zu Fuß gehen und all das am besten auch noch in Begleitung..... aber man kann es eben auch übertreiben mit den Vorsichtsmaßnahmen, denke ich.
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Badguy

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34

Montag, 17. Juni 2019, 14:28

Mit der übertriebenen Vorsicht gebe ich dir Recht. Ich weiß aber auch, dass der Teufel ein Eichhörnchen sein kann.

Wenn du mit dem Rad jemanden schädigst und deine Privathaftpflicht bekommt raus, dass du eigentlich nicht am Verkehr teilnehmen darfst, dann kann ich mir die Kreativität der Versicherungsleute bildlich vorstellen.
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Monika

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35

Montag, 17. Juni 2019, 14:38

Ein Risiko bliebe sicher auch beim Radfahren.... im Gegensatz zum Autofahren aber dann in erster Linie für mich selbst. Ganz sicher wäre entweder ÖPNV oder zu Fuß gehen und all das am besten auch noch in Begleitung..... aber man kann es eben auch übertreiben mit den Vorsichtsmaßnahmen, denke ich.

Du kannst DICH doch auch nicht in Watte packen, Chris :kuss:
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sunny

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36

Montag, 17. Juni 2019, 14:56

Hallo :)!

Erstmal Kompliment an alle, die sich getraut haben, so offen über Ihre Erfahrungen zu schreiben!

Ich liebe Autofahren. Auch lange Strecken. Auto = für mich Unabhängigkeit, Freiheit, Lebensqualität. Öffentliche Verkehrsmittel darf ich aufgrund einer Erkrankung nicht nutzen. Autofahren darf ich allerdings auch nicht immer. Nicht uneingeschränkt mobil zu sein, ist aber etwas, das wie ein Makel ist. Darum weiß bei mir inzwischen niemand mehr davon, den ich neu kennenlerne, weil ich immer das Gefühl habe, minderwertig zu sein, wenn ich nicht jederzeit überall hinfahren kann.

Stehen Termine, Treffen, Veranstaltungen, usw. an und ich darf nicht fahren, muss ich immer jemanden bitten. Allerdings widerstrebt mir dieses auf andere angewiesen zu sein immer mehr und wenn es sich um private Termine handelt, dann verzichte ich lieber darauf, wenn ich nicht selbst hinfahren kann.

Christian, wenn es dir möglich ist, öffentliche Verkehrsmittel und/ oder das Fahrrad zu benutzen, dann wirst du das Jahr schaffen :)! Und du hast Lucky an deiner Seite, die sicher, wann immer möglich, die "Fahreraufgabe" übernehmen wird :). Du verlierst deine Mobilität also nicht komplett, sie ändert sich für eine bestimmte Zeit.

lg sunny
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Nachtmensch

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37

Montag, 17. Juni 2019, 15:01

Früher in der Stadt, in der ich aufgewachsen bin, war ich mit meinem Auto quasi verwachsen. O.k., zur Uni bin ich dann mit dem Rad, das war nah, und der Uniparkplatz gebührenpflichtig, aber mein Studi-Job war in der Gastro bzw. im Veranstaltungsbereich, und der Laden, in dem ich gearbeitet habe, lag von meiner Wohnung aus gesehen hinter einem Berg. Zudem habe ich ja auch aufgelegt. Da musste ich Platten und CDs transportieren. ÖPNV war eher ein Witz, trotz Unistadt. Busse, die tags alle halbe Stunde fahren, nachts nur noch alle Stunde und nach Mitternacht gar nicht mehr. Direktverbindung gab es auch keine, weil die Busse halt auch nicht über den Berg fuhren, also hieß es erst aus dem Wohngebiet in die Innenstadt, dort umsteigen, und dann in den Teil der Stadt, in dem der Club war. Das war blöd, und hat fast ne Stunde gedauert. Also Auto. Damit gings in unter 15 minuten. Getrunken habe ich beim Arbeiten eh nicht. Ja, und so gewöhnt man sich ans Auto. Andere Verkehrsmittel waren undenkbar.

Irgendwann bin ich dann zum Studieren nach Berlin gezogen, um auf meinen Abschluss noch einen drauf zu setzen. In Berlin war alles anders. Ich bin dort sofort auf U- und S-Bahn umgestiegen. Ich habe 3 Gehminuten von der U6-Haltestelle entfernt gewohnt, und tagsüber fuhren die alle vier bis fünf Minuten oder so. Und man kommt in Berlin ja überall hin. IN Berlin wohlgemerkt. Sobald man nach draußen kommt, wirds schwieriger. Wie hat es der Herr Grebe so schön besungen? Nimm Dir Essen mit, wir fahrn nach Brandenburg...

Später dann habe ich mir auch die Tram erschlossen. Die ist in Berlin mehr was für Fortgeschrittene, aber wenn man es drauf hat, kann man prima querschießen. Ein bisschen wie die obskuren Fährverbindungen bei Sotland Yard.

Wie auch immer. So ziemlich das erste, sobald ich in Berlin ein Zimmer hatte, war, meinem Bruder mein Auto als Dauerleihgabe zu überlassen. Auto war in Berlin definitiv nicht nötig. Später, als er dann seinen ersten Job hatte, hat er sich ein eigenes Auto gekauft und mir meinen alten Golf zurück gegeben. Da habe ich festgestellt, dass in Berlin ein Auto nicht nur überflüssig, sondern sogar lästig ist. Das halbe Jahr, bis der TÜV fällig war, stand das Auto meist nur rum. Wenn ich einen Parkplatz hatte, wohlgemerkt. Das schien in meinem Kiez so die übliche Herangehensweise zu sein: Sobald man einen Parkplatz gefunden hatte, ließ man sein Auto, so es nur irgendwie ging, da stehen.

Früher, in der Kleinstadt, da war mein Auto für mich das Symbol der Freiheit. In Berlin habe ich mich dann zum ersten Mal richtig frei gefühlt, als ich das Auto los war. Klingt komisch, aber Stau, Parkplatzsuche, Navigation in einer fremden Stadt etc. sind echte Stressfaktoren. Und mit dem ÖPNV kommt man überall hin, und das oft schneller als mit dem Auto. Eben wegen eben genanntem.

Ich habe nichts gegen Autos, und Autofahren macht mir unter anderen Bedingungen sogar Spaß. Aber nüchtern betrachtet ist so ein Auto ein extrem dämliches Verkehrsmittel in einer richtigen Großstadt. Ich habe da mal ein paar Statistiken gewälzt vor einiger Zeit. Überschlagen (auf Grundlage der Abmessung eines aktuellen VW Golfs) nimmt ein Auto stehend alleine um die zehn Quadratmeter Platz ein. Bei einem Quadratmeterpreis in Berlin Mitte von um die 20€ Kaltmiete im Monat belegt ein Golf (ohne Rangierplatz) etwa Fläche für 200€ im Monat. In der regel öffentlichen Raum und kostenlos. Interessanterweise steht ein Auto in der Stadt nämlich im Schnitt über 23 Stunden pro Tag nur geparkt in der Gegend herum und nimmt Platz weg. Genutzt wird es in dieser, anderen halben bis dreiviertel Stunde, die es mal bewegt wird, dann von im Schnitt unter 1,5 Personen.

Das ist einfach Irrsinn, und da habe ich noch gar nicht angefangen, von Abgasen, Lärm und Unfällen zu reden.

Aber zurück zum Thema. Als ich in Berlin dann so plötzlich ohne Auto da stand, war das überhaupt nicht schlimm. Gut, war ja auch eine freiwillige Entscheidung. Möbel bei IKEA kaufen, und per S-Bahn von Alt-Tempelhof nach Hause zu transportieren, war ein bisschen schräg. Aber dann habe ich die Robben entdeckt, eine Mietwagen-Firma in Berlin, die Autos und Lieferwagen auch stundenweise vermietet. Perfekt.

Irgendwann bin ich dann nach Nürnberg umgezogen. Meine Freundin hat ein Auto, mein letztes eigenes war der oben erwähnte Golf. Nürnberg ist nicht Berlin, aber die wichtigeren U-Bahnen fahren auch alle paar Minuten tagsüber. Und die Tram ebenso. Aber vor Allem habe ich hier das Rad (wieder) entdeckt. Das Schöne ist, dass Nürnberg bis auf den Burgberg ziemlich eben ist. Inzwischen ist das Rad unser normales Alltags-Verkehrsmittel, und das das ganze Jahr über. Das Auto verwende ich ab und zu mal, wenn man etwas Größeres einkaufen oder entsorgen muss. Und halt für Urlaube. Aber den täglichen Weg zur Arbeit fahre ich mit dem Rad. Zehn Kilometer hin und wieder zurück ist eine gute Distanz, die ich mittlerweile in unter 30 minuten schaffe. Öffentlich bräuchte ich mit Umsteigen fast 45 min, mit dem Auto 25, wenn ich sofort einen Parkplatz finden würde, was aber die absolute Ausnahme ist. Zudem komme ich auf dem Rad deutlich entspannter und besser gelaunt bei der Arbeit an. Und 60 min Power-Radfahren am Tag sind schon eine ganz ordentliche Sportbasis.

Urlaube wie gesagt, da sind wir öfters mal mit dem Auto unterwegs. Manchmal mit dem eigenen, manchmal mit dem Mietwagen. Wir lieben Rundreisen. Maximal zwei Nächte am selben Ort, und möglichst viel vom Land sehen. Wir haben auf diese Weise England und Schottland in je zwei Wochen, Irland in einer Woche und Kalifornien in drei Wochen erkundet. Das ist so ohne Auto nicht möglich. Zumal wir sowas gerne als Familienurlaub mit den beiden erwachsenen Kindern meiner Freundin machen, und es da immer geich vierfach ins Geld geht, was Fahrkarten und Übernachtungen angeht.

Also um den letzten Teil der Frage zu beantworten: ich hatte nicht das Gefühl, dass mir das Autofahren jetzt schwerer fällt als damals, als ich noch regelmäßig unterwegs war. Ich fahre mit Schaltung wie mit Automatik, ich fahre im Rechts- wie im Linksverkehr problemlos. Ich bin immer nüchtern beim Fahren, stelle mein Auto nicht anderen im Weg ab, kenne und befolge die Vorfahrtsregeln und halte mich weitestgehend an Tempolimits. Ich kann auf Schnee, Eis, Sand und Geröll fahren, und habe eine ausgeprägt gute Wahrnehmung rings um mich herum, eine gute räumliche Orientierung und ein gutes Reaktionsvermögen. Darum komplett unfallfrei seit meinen frühen 20ern und ohne gravierende Strafzettel jemals. Das höchste waren einmal 115 km/h statt 100 kma/h auf der Autobahn.
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Nachtmensch

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38

Montag, 17. Juni 2019, 15:21

Nachtrag:

Zum Thema Radfahren im Winter ein paar Tips:

- Kein Rennrad.
- Vernünftiges, helles Licht
- Warnweste für Sichtbarkeit
- Schutzbleche
- Kette mindestens 1mal pro Woche checken und vermutlich nachfetten. Streusalz und Sand sind der Tod für Fahrradketten.


Richtige Klamotten.

Es gibt spezielle Mützen, die unter einen Helm passen.

Wenn es richtig kalt ist, mit Sturmmaske und Schal kombinieren.

Mein Geheimtipp, nicht ganz billig, aber mit vier Tankfüllungen wieder drin:
https://www.fjallraven.de/shop/fjallrave…inter-m-F81144/
Diese Hose ist gefüttert, wasserabweisend, atmungsaktiv und unfassbar bequem, weil fürs Wandern konzipiert. Mit der fahre ich bis minus zehn Grad.


Wenn es mal regnet:
https://www.vaude.com/de-DE/Produkte/Bik…nter/Bike-Chaps
Einfach schnell umschnallen, hält den Regen genau da ab, wo er auf dem Rad richtig ätzend ist, nämlich an den Oberschenkeln.



Wasserdichte Schuhe, da gibt es spezielle Regengamaschen, und eine vernüftige wasserdichte Winterjacke sind auch Pflicht.

Bei Handschuhen setze ich auf dünne, waschbare Baumwollhandschuhe unter warmen Ski-Finger-Handschuhen.


Und dann braucht es noch einen Regenüberzug für den Helm und die Tasche und voila, fertig ist der Raumanzug. :kicher:
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39

Montag, 17. Juni 2019, 17:21

Ich musste meinen Führerschein zum Glück noch nie abgeben. Wäre auch unschön, da ich im ambulanten Dienst tätig bin...
Ohne Auto zu sein finde ich sowieso sehr doof, ich bin da äußerst bequem/verwöhnt und kriege im Bus schlechte Laune ^^

Zur zweiten Frage: meinen Führerschein machte ich mit 18 und erst mit 26 hatte ich dann ein eigenes Auto. In der Zeit dazwischen bin ich nur mal sporadisch Auto gefahren. Und obwohl ich immer erst unsicher war, hatte ich nie etwas verlernt oder vergessen...
Es wäre dumm sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum. (M.Aurelius)

Adara

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40

Montag, 17. Juni 2019, 18:04

Mein Mann darf Autofahren, aber in Dunkelheit fahre in der Regel nur ich. Nicht wegen Nachtbildheit, er fühlt sich nicht so sicher, gerade bei Müdigkeit. Wenn ich dann zu müde zum Fahren bin - werde ja auch nicht jünger ;) - halte ich inzwischen auf nem Parkplatz und wir machen zwischendurch ein Nickerchen. Früher bin ich durch gefahren, mache ich nicht mehr auf Krampf.
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