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1

Mittwoch, 20. November 2019, 08:12

Der Technik Thread

Hallo

ich mach mal ein neues Grund-Thema auf.

Technik & co:

Hier kann alles rein:

Smartphone, Kameratechnik, Saugroboter, Umwelttechnik, Deutsches Museum München, neue Erkenntnisse, neue Produkte, Technikgeschichte, Industrie, Nobelpreis Physik, Technik im Beruf und und und ...

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2

Mittwoch, 20. November 2019, 09:34

Hier mal eine kultige "Die Sendung mit der Maus"-Ausgabe über industrielles Schmieden in der grössten Schmiede Deutschlands (Völklingen / Saarland)





"Meine" Schmiede in Deutschland war nur die drittgrösste mit "nur" maximal 75 Tonnen pro Teil.
Bei meinem derzeitigen Arbeitgeber sind die Teile noch kleiner.

H.

Sato

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3

Mittwoch, 20. November 2019, 11:55

Schon sehr faszinierend! Sowas hab ich schon als Kind/Jugendlicher gern gesehen - zusammen mit all den neuen Erfindungen und Entwicklungen im Chemie (Plastik zb)/Medizin/Technologie Bereich gab mir das dann so das Gefühl: 'wir sind nach Jahrtausenden Menschheitsgeschichte soweit, dass wir nun alle ihre Probleme lösen können.' Leider ist es "nur" aber immerhin doch unsagbar besser geworden mit den Menschheitsproblemen - aber es gibt immer wieder neue Probleme - zb eben Plastik, Klima ua

Paar Fragen erheben sich immer: Ist die sog Schlacke nicht auch Stahl? Und aus was sind denn die Greifer, dass sie bei der hitze nicht anfangen zu schmelzen?
SM ist, wenn man trotzdem lacht

"In der Liebe versinken und verlieren sich alle Widersprüche des Lebens. Nur in der Liebe sind Einheit und Zweiheit nicht in Widerstreit."

Rabindranath Tagore

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4

Mittwoch, 20. November 2019, 12:16

Die Manipulatorzangen sind (wie die Pressenwerkzeuge) aus Warmarbeitsstählen (mit Chrom, Molybdän und Vanadium legiert)
Sie sind natürlich trotzdem hohem Verschleiss unterworfen und müssen regelm. nachgearbeitet bzw. ersetzt werden.

Die "Schlacke" - ich nenns lieber Zunder oder Abbrand - ist oxidierter / "verbrannter" Stahl - hauptsächlich Fe3O4.


(Ich möchte den Thread aber nicht zum Schmiedethread machen - sondern er soll eine Einladung an alle sein, zu allen möglichen Technik-Themen zu posten :) )

Sato

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5

Mittwoch, 20. November 2019, 13:55

Ah, danke. Ach, etwas verweilen darf man doch schon beim jeweiligen Thema. Ich finde diese industrielle Verarbeitung mindestens so spannend wie die rein handarbeitlichen Techniken bei der Eisenpfanne im anderen Thread
SM ist, wenn man trotzdem lacht

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6

Mittwoch, 20. November 2019, 15:56

Na denn ...

Hier der grösste - noch in Deutschland in Betrieb befindliche - SchmiedeHAMMER (Remscheid /NRW) - wirkt spektakulärer und archaischer als die modernen ( technisch überlegenen) Schmiedepressen:



H.

Manfred57

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Mittwoch, 20. November 2019, 22:13

eine Schmiede ist dqas nicht grade sondern eine Thermische Formpresse. Schmieden ist das verformen von Stahl durch treiben mittels Hammer und Ambos. Formpressen ist verformen mittels Gesenk oder Form. Den Unterschied kennt jeder, der stundenlang am Schmiedefeuer gestanden hat und mit dem Hammer ein Stück Stahl in die richtige Form gebracht hat. Ich habe meinen Beruf geliebt.

Manfred
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Badguy

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8

Mittwoch, 20. November 2019, 22:37

In der Tat sind Eisen und die daraus entwickelten Stahlsorten eine faszinierende Sache. Für mich und mein Betätigungsfeld allemal.

Die ersten kühnen Brückenschläge konnten seinerzeit nur mit Eisen und später mit Stahl realisiert werden. Die ersten Brücken waren aus Gusseisen hergestellt. Gusseisen ist vergleichsweise spröde, kann zwar Druckkräfte gut aufnehmen, bei Zugkräften schwächelt es aber schnell. Deswegen waren diese ersten Brücken als Bogenbrücken konstruiert. Die tragenden Querschnitte sind im Wesentlichen überdrückt, also ohne Bauteile, die auf Zugkraft beansprucht werden, so ähnlich wie die steinernen Bögen die wir von Aquädukten oder auch den alten Sakralbauten kennen.

Den Begriff Stahlbeton kennt auch jeder. Aber warum kombiniert man hier überhaupt Beton und Stahl? So ähnlich wie das Gusseisen, ist Beton auf Druck hoch belastbar, aber nur wenig auf Zug. Die modernen Stähle dagegen weisen sehr hohe Zugfestigkeiten auf. Also war die Idee, die beiden Baustoffe zu kombinieren. Funktionieren tut das aber nur deswegen so gut, weil Beton und Stahl den gleichen Temperatur-Ausdehnungskoeffizienten haben. Das heißt, die Längenänderungen durch Temperatureinflüsse führen bei dem kombinierten Baustoff Stahl-Beton nicht zu inneren Spannungen. So nimmt also bei einem Stahlbetonbalken bei einer Belastung von oben zum Beispiel –er biegt sich dann durch, wenn auch nur sehr wenig, und der obere Rand wird gestaucht (Druck) während der untere Rand gelängt, also gezogen wird- am oberen Rand der Beton den Druck auf und am unteren Rand übernimmt der Stahl die Zugkräfte. Und zusätzlich übernimmt der Beton den Korrosionsschutz für den Stahl.

Bei uns im Tiefbau, also Brücken- und Tunnelbau kommt dem Stahl als Hauptbaustoff eigentlich nur im Brückenbau noch eine Bedeutung zu. Ein Stahltragwerk ist bei gleicher Belastbarkeit deutlich leichter und feingliedriger als das Tragwerk aus Stahlbeton. Stahlbeton ist demgegenüber dann leichter verarbeitbar und braucht keinen Korrosionsschutz und die regelmäßige Erneuerung des Anstrichs.

Im Tunnelbau kommt dem Stahl als Werkzeug eine wesentliche Bedeutung zu. Eine Tunnelbohrmaschine z.B. ist ein hundert Meter langes Monstrum aus Stahl. (cara erinnert sich?) Das Stahlschild ganz vorne an der Maschine schütz dabei Maschine mit Motoren, Hydraulik, Steuerung und Mensch beim Vortrieb so lange, bis der aufgefahrene Querschnitt mit Tübbingen aus Stahlbeton gesichert ist.

Das Schneidrad, ebenfalls aus Stahl und bis zu 14 Meter im Durchmesser ist mit den sogenannten Abbauwerkzeugen aus Stahl bestückt. Form und auch Stahleigenschaften sind geistiges Eigentum und auch teilweise Geschäftsgeheimnis der Maschinenhersteller. Und trotz bester Legierungen werden diese Werkzeuge teilweise schnell zerschlissen, wenn die Abrasivität des zu lösenden Gesteins nur hoch genug ist. Hart wie Krupp-Stahl ist also doch manchmal nicht hart genug, weswegen man dann wieder zur guten alten Natur zurückkommt und besonders belastete Bohrköpfe mit Diamanten besetzt.

Es gibt das schöne Lied der Bergleute „Glück Auf!“. Eine Strophe davon haben die Tunnelbauer leicht abgeändert und singen „… und wir graben tiefe Löcher die da kosten noch und nöcher…“. Den Kaufleuten des Bauherren trieb das beim jährlichen Barbara-Fest immer die Zornesröte ins Gesicht :D

Nachfolgend ein nettes Video von 95 m geballtem Stahl eines später sehr berühmt gewordenen Tunnels. Das Desaster lag aber nicht am Stahl
:D

https://www.youtube.com/watch?v=TqSiOG7LHXA
********************
Keep it simple !
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Ich sympathisiere zunehmend mit Gutmenschen.
Mindestens solange, wie sich die Alternative dazu zunehmend aus Arschlöchern rekrutiert.

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Mittwoch, 20. November 2019, 22:59

Hallo Manfred,

Bei den gezeigten Verfahren kommt eben grad KEIN Gesenk / keine Form zum Einsatz
Es sind geometrisch sehr einfache Werkzeuge, die analog Handhammer und Amboss partiell auf das Schmiedestück einwirken und die Form modellieren.

Das Verfahren nennt sich industrielles Freiformschmieden.

Es ist das gleiche Schema wie das handwerkliche Schmieden, nur eben für Grossteile.

Hammer - Oberwerkzeug der Presse
Amboss - Unterwerkzeug der Presse
Zange - Schmiedemanipulator

Auch die Teilverfahren - Stauchen, Recken, Absetzen, Durchsetzen, Lochen, Einkehlen usw sind die gleichen.



Das von Dir beschriebene Verfahren mit Gesenk/Form ist das sog. Gesenkschmieden. Das ist tatsächlich eine ganz andere - und für mich eher uninzeressante - Welt.
Das Gesenkschmieden offiziell als Schmieden bezeichnt wird, finde ich auch nicht sehr überzeugend.

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Donnerstag, 21. November 2019, 00:01

Ich bin echt fasziniert!
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12

Donnerstag, 21. November 2019, 07:53


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Donnerstag, 21. November 2019, 08:25

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14

Donnerstag, 21. November 2019, 14:55

Interessanter Artikel :8:

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Mittwoch, 4. Dezember 2019, 01:00

Die Bahlsen Keksfabrik :popcorn:


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